Am 5. Mai 2026 wurde die CREDAMUS in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck durch die Glockensachverständigen Christoph Schulz (EKM) und Andreas Philipp (Hannoversche Landeskirche) „auf Herz und Nieren“ geprüft. Martin Groß, Rainer Kuhn und Johannes Sattler vom Vereinsvorstand konnten dabei sein. Medial verfolgt wurde es durch ein Filmteam von Prof. Gerhard Lampe (Halle/Saale) und Fernsehteams von arte und vom MDR (Vorschau: MDR um 4 • Neues von hier & Leichter leben). Auch Prof. Rüdiger Pfeiffer-Rupp vom Deutschen Glockenmuseum in Gescher war anwesend, um erste Klangeindrücke zu sammeln. Die Sachverständigen nahmen zuerst alle mechanischen Maße der Glocke wie Durchmesser, Höhe ohne Krone und Schräge Höhe in Ihre Prüftabellen auf bevor es an die spannende Klangprüfung ging. Alle sieben Teiltöne der Glocke wurden aufgenommen und die Glocke insgesamt für gut und gelungen bewertet. Dann wurde sie zum Abschluss der Prüfung gewogen und da trat ein überraschendes Resultat zutage: Die CREDAMUS brachte ein Gewicht von über 15 Tonnen auf die Waage und ist damit die größte und schwerste Glocke in einer evangelischen Kathedrale weltweit und die zweitschwerste, nach dem „Dicken Pitter“ vom Kölner Dom, in Deutschland. Die Glocke ist jetzt versandbereit und wird durch die Gießerei auf die Reise nach Magdeburg geschickt.
Die CREDAMUS soll am 19. Mai in Magdeburg ankommen und ihren Interimsstandort im Domgarten finden, bis sie nach Fertigstellung der Türme in den Südturm gehängt wird.
Der Öffentlichkeit wird die Glocke am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2026 um 14:30 Uhr präsentiert.
Wer an diesem Tag verhindert ist, hat die Gelegenheit die CREDAMUS am Samstag, dem 13. Juni 2026, unserem 3. Domglockentag, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr im Domgarten ausgiebig zu besichtigen und das Programm des Tages zu genießen.
Fotos: Johannes Sattler