Das Projekt

 

Glockenguss, Glockenwissen

Glockennamen, Glockensprüche

Andere glockenprojekte

Die Sanierung des Domgeläuts zu Magdeburg

Das Domgeläut soll wegen seiner besonderen Bedeutung wieder mit 12 Glocken ausgestattet sein. Dazu müssen die nur noch 4 vorhandenen Glocken durch 8 neue Glocken ergänzt werden. Nur so erhält der Magdeburger Dom wieder ein vollwertiges Kathedralgeläut, wie es jede Kathedrale selbstverständlich besitzt, die der Bedeutung des Magdeburger Doms entspricht.

Klang-Simulation und Visualisierung des Domgeläutes

Durch Zu- bzw. Abschalten der AUDIODATEIEN lassen sich Hörbeispiele eines DOMGELÄUTES individuell zusammenstellen  

Das heutige unvollständige Domgeläut

Visualisierung nach Vorlage von:
sußmann+ sußmann, architekten+ingenieure magdeburg
www.sussmann.biz

Das restaurierte Domgeläut der Zukunft

Visualisierung nach Vorlage von:
sußmann+ sußmann, architekten+ingenieure magdeburg
www.sussmann.biz

Projektbeschreibung

Ergänzung und Sanierung des Magdeburger Domgeläutes

Einführung

Der Magdeburger Dom St. Mauritius und Katharina ist die erste und damit älteste und bedeutendste gotische Kathedrale Deutschlands.
Sie ist die Grablege Kaiser Ottos des Großen, der sich als Nachfolger der Caesaren des Heiligen Römischen Reiches (SACRUM REGIUM ROMANUM)  sah,  das ab dem 15. Jahrhundert  „Heiliges  Römisches Reich Deutscher Nation“  genannt wurde. 
Außerdem liegt hier seine erste Gemahlin, Aedgith von Wessex (Königin Editha) begraben.
In ottonischer Zeit bestand hier eine Doppelkirchenanlage mit einer Südkirche im Bereich des heutigen Domes und einer Nordkirche im Bereich des benachbarten Domplatzes. Der Bau des gotischen Domes wurde 1207 oder 1209 – nachdem der südliche Vorgängerbau am Karfreitag des Jahres 1207 abgebrannt war – begonnen, im Jahre 1363 geweiht und 1520 mit der Vollendung des Westwerkes – einschließlich der beiden über 100 m hohen Türme – vollendet.
Damit ist der Magdeburger Dom eine der ganz wenigen gotischen Kathedralen auf deutschem Boden, die noch im Mittelalter fertiggestellt wurden und stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar.

Beschreibung des Ist-Zustandes des Domgeläutes (2018)

Das Geläute des Magdeburger Domes besteht zurzeit aus 4 (vier) Glocken, von denen 3 im Nordturm hängen.

  • OSANNA (Susanne): gegossen 1702 durch Johannes Jacobi, Berlin. Sie wiegt ca. 8.800 kg und hat den Schlagton e0+6
  • APOSTOLICA: gegossen 1690 durch Jacob Wenzel, Magdeburg. Sie wiegt ca. 4980 kg und hat den Schlagton b0+5.
    Sie schlägt die vollen Stunden der Domuhr.
  • DOMINICA: gegossen 1575 durch Eckehart Kucher, Erfurt. Sie wiegt  2.362 kg und hat den Schlagton h0+8. Die DOMINICA kann seit über 12 Jahren nicht geläutet werden, da mehrere Kronenhenkel, die das Gewicht der Glocke tragen, abgebrochen sind. Außerdem ist sie ausgeschlagen und hat einen zu schweren Klöppel.
  • ORATE: gegossen im 13. Jahrhundert (Beginn des Dom-Neubaus) durch einen nicht namentlich bekannten Glockengießer. Sie wiegt ca. 200 kg, hat den Schlagton e‘‘+1 und hängt im Dachreiter auf der Vierung
  • Dazu existiert noch die „Schelle“. Sie wurde im Jahr 1396 als „Uhrenglocke“ gegossen und wiegt 1.500 kg.
    Sie ist starr im „Oktogon“ des Nordturmes aufgehängt, hat den Schlagton f‘-1 und dient als „Viertelstunden-Glocke“ der Domuhr.

Der Südturm des Domes trägt seit Jahrhunderten keine Glocken.

Beschreibung des Soll-Zustandes des Domgeläutes

Das Domgeläute soll wegen seiner besonderen Bedeutung wieder mit 12 (läutbaren) Glocken ausgestattet sein. Dazu müssen die unter dem Ist-Zustand beschriebenen Glocken durch 8 neue Glocken ergänzt werden. Außerdem muß die DOMINICA repariert werden, damit sie wieder geläutet werden kann. Nur so erhält der Magdeburger Dom wieder ein vollwertiges Kathedralgeläut, wie es jede Kathedrale selbstverständlich besitzt, die der Bedeutung des Magdeburger Domes entspricht.
Die untenstehende Zusammenstellung der neu zu gießenden Glocken wurde in enger Abstimmung mit dem Glockensachverständigen der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM), Herrn Christoph Schulz, erarbeitet:

  • Glocke I (CREDAMUS): Glockengießerei Bachert (2025?), Gewicht ca. 14.000 kg, Schlagton d0, Kosten ohne Glockenzier ca. 487.000,– € (Kostenschätzung Glockengießerei Bachert, Neunkirchen von 2021)
  • Glocke III (AMEMUS): Glockengießerei Bachert (02.09.2022), Gewicht 6.525 kg, Schlagton g0, Kosten ohne Glockenzier ca. 210.000,– € (Guss-Rechnung Glockengießerei Bachert, Neunkirchen von 2022)
  • Glocke VI (CANTEMUS): Glockengießerei Bachert , Neunkirchen (2023); Gewicht ca. 1.720 kg, Schlagton d‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 49.000,– € (Kostenangebot Glockengießerei Bachert von 2022)
  • Glocke VII (BENEDICAMUS): Glockengießerei Bachert, Neunkirchen (07.10.2022); Gewicht ca. 1.300 kg, Schlagton e‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 37.900,– € (Kostenangebot Glockengießerei Bachert von 2022)
  • Glocke VIII (QUERAMUR): Glockengießerei Bachert, Neunkirchen (2023); Gewicht ca. 910 kg, Schlagton f#‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 28.000,– € (Kostenangebot Glockengießerei Bachert von 2022)
  • Glocke IX (DUBITEMUS): Glockengießerei Bachert, Neunkirchen (2023); Gewicht ca. 820 kg, Schlagton g‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 25.000,– € (Kostenangebot Glockengießerei Bachert von 2022)
  • Glocke X (RESISTAMUS): Glockengießerei Bachert, Neunkirchen (2023); Gewicht ca. 580 kg, Schlagton a‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 18.000,– € (Kostenschätzung Glockengießerei Bachert von 2022)
  • Glocke XI (SPEREMUS): Glockengießerei Bachert, Neunkirchen (2023); Gewicht ca. 440kg, Schlagton h‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 14.000,– € (Kostenangebot Glockengießerei Bachert von 2022)

Die Glocke I  (CREDAMUS) wäre nach der Petersglocke des Kölner Doms („Decker Pitter“, Schlagton c0, 24.000 kg) die zweitgrößte läutbare Glocke Deutschlands und die einzige mit dem Schlagton d0.
Die ehemals in Deutschland in Görlitz und Berlin vorhandenen d0-Glocken sind im 2. Weltkrieg verloren gegangen.

Bisherige Aktivitäten für das Projekt

2015

  • 23.02.2015: Auf Bitte von Dr. Mathias Reuner und Martin Groß berät der Glockensachverständige der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM), Christoph Schulz, über die Idee, konkret eine Generalsanierung des Magdeburger Domgeläutes in Angriff zu nehmen.

2016

  • 15.03.2016: 1. Expertensitzung mit Christoph Schulz, Andreas Huth (Gebietskonservator, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt), Carsten Sußmann, (sußmann+sußmann, architekten + ingenieure) Als Gäste nehmen teil: Dr. Mathias Reuner und Martin Groß.
  • 30.03.2016: 2. Expertensitzung mit Christoph Schulz, Andreas Philipp (Glockensachverständiger der Ev. Landeskirche von Hannover), Giselher Quast (Domprediger) und wiederum als Gäste Dr. Mathias Reuner und Martin Groß
  • 26.04.2016: 3. Expertensitzung mit Dr. Mathias Köhler, Gebietsreferent Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und Mitglied im Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen, Andreas Huth, Gebietskonservator, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Ralf Lindemann, Baudirektor der Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt, Christoph Schulz, EKM-Glockensachverständiger, Carsten Sußmann (sußmann + sußmann, architekten und ingenieure) und als beauftragter Vertreter der Domgemeinde für die „Initiative Generalsanierung Domgeläut Magdeburg“ Martin Groß. Herr Schulz legt schriftlich seine abgestimmten Vorschläge für ein Domglockengeneralsanierungsprojekt vor, in dem die wesentlichen Notwendigkeiten umrissen werden, die auch die groben Kosten für die neu zu beschaffenden Glocken beinhalten. Darüber hinaus hat Herr Schulz bei der Glockengießerei Lauchhammer (Kunstguss Lauchhammer GmbH) für die 6 weiteren neu zu gießenden Glocken Grobschätzungen abgefordert (siehe Soll-Zustand)
  • Im Jahr 2016 rief der damalige Domprediger Giselher Quast anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand zu Spenden für die Reparatur der DOMINICA auf.

2017

  • 29. und 30.04.2017: Messung der Turmschwingungsverhältnisse durch die Spezialfirma Dr. Beirow und Partner. Die dafür anfallenden Kosten von 8.200 € wurden partiell durch die Domgemeinde, den Domförderverein sowie im Hauptanteil durch M. Groß privat übernommen. Am 12.06.2017 wurde das entsprechende Gutachten übergeben.
  • 12.09.2017: Durchführung einer erforderlichen Zusatzmessung im Auftrag Kulturstiftung Sachsen-Anhalt (ehemals „Stiftung Dome und Schlösser“), die auch die Finanzierung übernahm. Das entsprechende Gutachten wurde am 28.09.2017 übergeben.
  • 12.09.2017: 4. Expertensitzung. Besprechung der Ergebnisse aus den durchgeführten zwei Schwingungsmessungen der Firma Dr. Beirow. An dieser Sitzung nahmen Herr Dr. Beirow; Herr Kunze, Herr Dr. Köhler; Herr Lindemann; Herrn Schulz; Frau Steller (Leiterin des Baureferates der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt); Herr Carsten Sußmann und Herr Klotsch sowie als Gast, Martin Groß, i.A. der Ev. Domgemeinde teil. Es wurde folgender Beschluss gefasst: In Abänderung des Glockenprojektentwurfes werden für bestimmte Glockenumplatzierungen die schwingungsdynamischen Auswirkungen auf die Domtürme bis Anfang Oktober erneut berechnet (Finanzierung durch die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, ehem. Stiftung Dome und Schlösser).
  • Im Jahre 2017 wurden Spendenmittel von Privatpersonen eingeworben und Werbemaßnahmen im Dom getätigt. Außerdem wurde die Domgemeinde in die Aktivitäten einbezogen.

2018

  • 10.03.2018: Gründungsversammlung des Vereins Domglocken Magdeburg e.V.
  • 17.04.2018: Eintragung der Vereins ins Vereinsregister (VR 5102)
  • 10.07.2018: Auslieferung der Vereinsbriefmarken für die „Biber-Post“
  • 08.08.2018: Eröffnung des Vereinskontos bei der Deutschen Bank
  • 13.09.2018: Übergabe des Werbeaufstellers im Dom mit Spendenglocke
  • 07.10.2018: Öffentliche Präsentation des neuen Vereinsflyers und des Werbeaufstellers im Erntedank-Gottesdienst
  • 07.11.2018: Konstituierung des „Domglockenfachbeirates Magdeburg“

2019

  • 22.01.2019: Treffen des Vereinsvorstandes mit dem Generaldirektor der „Kulturstiftung Sachsen-Anhalt“
  • 25.01.2019: Treffen des Vorstandes mit Frau Katrin Budde, der Vorsitzenden des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages, mit anschließender Besichtigung der DOMINICA
  • 02.03.2019: Auf dem Ball der Magedeburger Service-Clubs wurde eine 10.000-Euro-Spende  für die Glocke VIII an den Verein übergeben
  • 13.03.2019: 1. Ordentliche Mitgliederversammlung
  • 29.03.2019: Übergabe einer 6.000-Euro-Spende für die Glocke X an den Verein
  • 24.04.2019: Vereinbarung einer Zusammenarbeit mit dem Puppentheater Magdeburg, Übernahme eines Carillons mit 12 Glocken aus dem Theaterfundus zu Werbezwecken.
  • 20.05.2019: der Verein hat die ersten 100 Mitglieder
  • 05.06.2019: Herabnahme der DOMINICA vom Nordturm und Verladung. Transport zur Reparatur ins Glockenschweißwerk nach Nördlingen (Bayern)
  • 03.07.2019: Treffen des Vorstandes mit Herrn Geraldy von der Stadtsparkasse Magdeburg
  • 09.07.2019: Förderantrag bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung
  • 04.08.2019: Eröffnung eine 2. Vereinskontos bei der Stadtsparkasse Magdeburg
  • 16.09.2019: Workshop für die neue Website des Vereins
  • 25.09.2019: Prüfung der reparierten DOMINICA im Glockenschweißwerk Lachenmeyer durch den Glockensachverständigen der EKM.
    Drei Vorstandsmitglieder nahmen daran teil.
  • 26.09.2019: Layout und Herausgabe der Postkarte „444 Jahre ‚Dominica‘“ in einer Auflage von 2.500 Stück
  • 30.09.2019: Rücktransport der DOMINICA und Aufstellung im Domseitenschiff. Es wurde ein Traggerüst angefertigt (ca. 2.500 € aus der Vereinskasse), um die Glocke hängend -und damit anschlagbar- präsentieren zu können.
  • 05.10.2019: In einer Feierstunde im Dom wurde die reparierte DOMINICA der Öffentlichkeit präsentiert. Es wurde aus Schillers Glockengedicht rezitiert, Reden gehalten, in einer Glockenprüfung ‚light‘ wurde die Glocke vorgestellt und zum Klingen gebracht. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Dombläser. Die DOMINICA war in den Posaunenchoral „Nun danken wir dem Heiligen Geist“ mit ihrem Klang eingebunden
  • 06.10.2019: nach dem Erntedankgottesdienst wurde die Glocke vor der versammelten Gemeinde gesegnet
  • 15.10.2019: Bei einem Treffen mit dem „Industrieclub Magdeburg“ wurde unser Projekt dem städtischen Unternehmertum
    nahegebracht
  • 04.11.2019: zwei private Spender sicherten mit 2 Großspenden (4.000 und 7.200 €) die Finanzierung der Glocke XI samt Klöppel
  • 12.12.2019: Dom- und Glockenbesichtigung durch die SALEG. Daraufhin werden 750 € gespendet
  • 27.12.2019: Die MWG-Stiftung fördert die Herstellung des Klöppels der ‚Dominica‘ mit 500 €
    Im Jahre 2019 konnte die erste Etappe des Glockenprojektes, die Reparatur der DOMINICA in Angriff genommen und
    erfolgreich abgeschlossen werden. Der Verein investierte dafür 23.500 € aus Spendenmitteln. Neben vielen kleineren Spenden gingen 24 Spenden ein,
    deren Summe zwischen 1.000 und 10.000 € lagen

2020

  • 31.01.2020: unser Vereinsmitglied  Barbara Ackermann spendet 35.000 €
  • 24.02.2020: Besuch bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung zur Besprechung des Förderantrages
  • 12.03.2020: 2. Ordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl.
  • 12.03.2020: Start der neuen Vereins-Website
  • 12.03.2020: Nach der Mitgliederversammlung treffen sich Vorstand, Glockensachverständiger, Domprediger und Gemeindekirchenrat, um das weitere Verfahren der Namensgebung für die neuen Glocken zu besprechen. Die Domprediger werden beauftragt, bis zum Sommer Namenvorschläge vorzulegen
  • 18.03.2020: 1. Corona-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt. Infolgedessen kann sich der Vorstand nur noch
    telefonisch austauschen.
  • 07.04.2020: Beim ‚Kommunalen Gebäudemanagement‘ werden Unterlagen vom Glockenstuhlbau der Johanniskirche eingesehen, um einen Eindruck von den zu erwartenden Kosten zu erhalten (bis zu 100.000 €)
  • 09.06.2020: Auf der ersten Sitzung des Domglockenfachbeirates nach der Corona-Pause stellen Domprediger Uhle-Wettler und Vikarin Kant ein Namenskonzept vor, das sehr originell und durchweg protestantisch angelegt ist. Auch das weitere Verfahren für die Glockenzier (Sprüche, Verzierung) wurde besprochen. Die Domprediger wurden gebeten, auf der Basis ihres Konzeptes Namen und Sprüche festzulegen, die wenn der GKR sie gebilligt hat während der Domfestspiele (September/Oktober) öffentlich bekanntgegeben werden sollten
  • 13.07.2020: Der GKR stimmt dem Namenskonzept und den vorgeschlagenen Namen für die Glocken einstimmig zu
  • 15. und 16.07.2020: Die Fa. Pro Bell nimmt Messungen an den historischen Glocken vor
  • 08.09.2020: Bei der Sitzung des Domglockenfachbeirates stellt Herr Sußmann erste Zahlen zu den Kosten des Umbaus des
    Nordturmes vor. Danach wird der Kostenrahmen auf 350.000 bis 500.000 € geschätzt. Davon fallen auf den eigentliche
    Glockenstuhlbau ca. 80.000 €, wobei eine scharfe Abgrenzung Baukosten/Glockenstuhl momentan nicht möglich ist. Die Auswertung
    der Messungen von Pro Bell ist dem Verein noch nicht zugegangen. Die Glockennamen und Bibelsprüche sollten am 29.09.2020 im Rahmen einer Pressekonferenz beim Landesbischof bekanntgegeben werden.
  • 20.09.2020: Der letzte „Orgelpunkt“ des Jahres fand mit finanzieller Unterstützung durch den Verein statt. Unter anderem wurde eine Orgelimprovisation über die und mit der „Susanne“ aufgeführt. Der Verein konnte durch einen Werbestand und persönlichen Kontakt
    zu den Besuchern sein Projekt weiter bekanntmachen. Am Rande des Konzerts wurde der PK-Termin zur Bekanntgabe der Glockennamen wegen Terminschwierigkeiten abgesagt. Ein Termin Ende Oktober wird ins Auge gefasst.
  • 06.10.2020: Auf der Vorstandssitzung wurde der Beschluss zur Beantragung von Fördermitteln für den Glockenstuhl-Neubau im Nordturm gefasst. Der Umfang beträgt 80.000 €. Die Eigenmittel in Höhe von 30% des Förderbetrages kann der Verein aufbringen. Die Idee des angedachten Vorab-Ankaufs von Glockenbronze wird wegen massiver Bedenken des Schatzmeisters nicht weiterverfolgt.
  • 14.10.2020: In einer durchgerechneten „Projektion“ wird der baldige Guss zweier oder dreier der kleineren Glocken angeregt. Zum
    einen, um die umfangreichen Geldmittel des Vereins projektgemäß einzusetzen und zum anderen um ein Signal zu setzen, dass es trotz „Corona“ mit dem Projekt weiter voran geht.
  • 28.10.2020: Förderantrag an die Stiftung „Kloster Unser Lieben Frauen“ zur Finanzierung des Glockenstuhlneubaus für den Nordturm
  • 24.11.2020: Auf der Sitzung des Domglockenfachbeirates werden die durch die Domprediger ausgesuchten Glockennamen den einzelnen Glocken zugeordnet.
  • 14.12.2020: Der Gemeindekirchenrat der Domgemeinde beschließt die Zuordnung von Namen und Bibelzitaten zu den Glocken
  • Bis jetzt sind Finanzierungszusagen für die Glocken III,  VI, VIII, IX, X und XI beim Verein eingegangen. Für alle Glocken  sind schon Spenden auf dem Vereinskonto gebucht. Für die Glocke VII gibt es eine Absichtserklärung  eines privaten Spenders zur vollständigen Kostenübernahme. Die Kosten für die Glocken X und XI wurden durch private Spender vollständig aufgebracht.

2021

  • 27.01.2021: Drehtermin des MDR im Dom. Es wird ein Beitrag über Dom, Glocken und Verein gedreht. Dieser wird am 02.02.2021 im MDR-Abendprogramm ausgestrahlt.
  • 03.02.2021: Pressegepräch des 1. Dompredigers und Landesbischofs Friedrich Kramer.
    Es werden die Glockennamen und die zugehörigen Bibelzitate der Öffentlichkeit vorgestellt.
  • April 2021: Auch die Glocke VIII (QUERAMUR) ist jetzt durch Spenden vollständig finanziert
  • 16.04.2021: Der „Domglocken Magdeburg e.V.“ lobt einen „einstufigen beschränkten Realisierungswettbewerb“ zur künstlerischen Gestaltung der Glockenzier für die 8 neu zu gießenden Glocken aus.
    Es werden zwei Künstlerinnen und zwei Künstler zu diesem Wettbewerb eingeladen.
  • 19.05.2021: In der Großen Sakristei des Domes findet ein „Rückfrage-Kolloquium“ zum Realisierungswettbewerb statt.
    Dazu wurden die Künstlerinnen und Künstler sowie die 11 Mitglieder des Entscheidungs-Kuratoriums, das später die Entwürfe prüft und den „Sieger-Entwurf“ kürt, eingeladen.
  • 01.07.2021: Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung übergibt mit der Sparkasse MagdeBurg einen Förderbescheid, der einen Großteil der Gusskosten der AMEMUS von über 140.000 Euro finanzieren hilft. Bei der feierlichen Übergabe im Dom waren auch Glockenpaten der AMEMUS zugegen, die jeweils mehrere tausend Euro gespendet bzw. fest zugesagt haben.
  • 06.09.2021: Das Entscheidungs-Kuratorium wählt nach 4-stündigen Beratungen aus den Entwürfen von Peter Luban aus Rößnitz im Vogtland, Anna Franziska Schwarzbach aus Berlin, Rosemarie Vollmer aus Gondelsheim in Baden-Württemberg und Gert Weber aus Ohrdruf in Thüringen den Entwurf von Gert Weber zum Sieger-Entwurf.
  • 13.09.2021: Um 18:00 Uhr findet im Dom eine Vernissage für die Ausstellung aller Künstler-Entwürfe der Glockenzier statt. Der Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt und der Finanz-Bürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg hielten Grußworte. Die Dombläser umrahmten die Veranstaltung musikalisch.
    Der Wettbewerbssieger, Gert Weber, richtete ein Dankwort an die Anwesenden.
  • 25.10.2021: Konkretes Kostenangebot der Glockengießerei Bachert für den Guss von 8 Glocken und die Beschaffung von 26.850 kg Bronze im Wert von insgesamt 831.710 €
  • 03.11.2021: Der Glockensachverständige der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Herr Christoph Schulz, gibt die Anweisung, die neuen Domglocken in der Glockengießerei Bachert in Neunkirchen (Baden-Württemberg) gießen zulassen, da sie nach dem historischen Deutschen Lehmschablonen-Verfahren gegossen werden sollen und nur diese Gießerei in der Lage ist, eine Glocke wie die CREDAMUS zu gießen und die „Geschwisterlichkeit“ der Glocken gefordert ist.
  • 04.11.2021: Mit dem Sieger des Künstlerwettbewerbs, Gert Weber, wurde ein Werkvertrag zur Schaffung der Glockenzier für sieben der acht neuen Glocken geschlossen. Für die CREDAMUS wird zu einem späteren Zeitpunkt ein separater Vertrag ausgehandelt.
  • 22.11.2021: Auftragsbestätigung der Glockengießerei Bachert für den Kauf und die kostenlose Einlagerung (bis zum Guss) von 6.060 kg Glockenbronze. Der Auftrag hat einen Umfang von ca. 120.000 € und wird gegen Ausstellung einer Bankbürgschaft bezahlt.
  • 22.11.2021: Auftragsbestätigung der Glockengießerei Bachert für den Guss und den Kauf von 6.090 kg Glockenbronze für die AMEMUS. Der Auftrag hat einen Umfang ca. 191.000 €. Die Bezahlung des Gesamtbetrages wird nach Fertigstellung und Abnahme des Gusses fällig.
  • 09.12.2021. Der Verein ist auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt präsent und wirbt einen Tag lang aus der „Vereinshütte“ für sein Projekt.

2022

  • 23.02.2022: bei einem Besuch im Atelier von Gert Weber, konnten sich die Vorstandsmitglieder Martin Groß und Johannes Sattler von dem planmäßigen Fortgang der Arbeiten an der Zier der AMEMUS überzeugen.
  • 03.03.2022: Die DOMINICA nimmt mit 24 Glockenschlägen am europaweiten „Brand- und Friedensläuten“ teil. Damit setzt der Verein ein Zeichen gegen den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine.

07.03.2022: Auftragsbestätigung der Glockengießerei Bachert für den Guss der sechs Glocken CANTEMUS, BENEDICAMUS, QUERAMUR, DUBITEMUS, RESISTAMUS und SPEREMUS. Der Auftrag hat einen Umfang von fast 55.000 € und wird nach Fertigstellung und Abnahme der Glocken fällig.

  • 31.03.2022: Auftragsbestätigung der Glockengießerei Bachert für den Guss und den Kauf von 6.300 kg Glockenbronze für die AMEMUS. Der Auftrag hat einen Umfang von fast 200.000 € und ersetzt die Bestätigung vom 22.11.2021 über 191.000 €.
  • 06.05.2022: Die Glockengießerei Bachert beginnt mit dem Aufmauern des Glockenkerns für die AMEMUS
  • 13.05.2022: 4. Ordentliche Mitgliederversammlung; dabei wird eine Satzungsänderung beschlossen
  • 30.06.2021: Gert Weber und seine Frau Edda versehen die fertiggestellte „Falsche Glocke“ mit den Wachsapplikationen der Glockenzier. Martin Groß und Johannes Sattler vom Vereinsvorstand konnten dabei sein
  • 01.07.2022: Die Gießerei Bachert beginnt mit dem Auftragen einer Schicht Feinlehm auf die Zier mit dem Aufbau des bis zu 40 cm dicken Glockenmantels
  • 01.07.2022: Angebot der Glockengießerei Bachert für den Transport der sieben Glocken (in 2 Tranchen) nach Magdeburg. Umfang: ca. 3.000 €
  • 17.07.2022: Angebot der Bauschlosserei und Kunstschmiede Horenburg für den Bau von sieben Dreiböcken für die Präsentation der Glocken im Umfang von ca. 5.000 €
  • 25.08.2022: Der durchgetrocknete Glockenmantel wird vorsichtig abgehoben, die „Falsche Glocke“ zerschlagen und der Mantel wieder aufgesetzt. Die Gussform ist jetzt fertig und die Grube wird rings um die Form mit Erdmaterial gefüllt, das verdichtet wird.
  • 02.09.2022: Im Beisein von ca. 30 Glockenpaten und Gemeindegliedern erfolgt der Guss der AMEMUS
  • 05.09.2022: Angebot der Firma „Glockentechnik Schmidt zum Entladen und Einbringen der AMEMUS in den Dom im Umfang von ca. 6.000 €
  • 19.09.2022: Die Glocke wird aus der Form genommen
  • 07.10.2022: Die BENEDICAMUS wird gegossen
  • 13.10.2022: Die Glockensachverständigen Christoph Schulz und Andreas Philipp prüfen die AMEMUS und bescheinigen, dass der Guss gelungen ist.
  • 27.10.2022: die AMEMUS wird nach Magdeburg transportiert und im Dom, neben der DOMINICA, aufgestellt
  • 30.10.2022: im Beisein von Vertretern aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik wird die AMEMUS vor etwa 500 Besuchern und zahlreichen Medienvertretern in einer Feierstunde der Öffentlichkeit präsentiert
  • 02.11.2022: Der Vereinsvorstand veröffentlicht ein Statement der Glockensachverständigen auf der Website des Vereins, nachdem es wegen „Dellen“ auf der Glocke zu Irritationen und Nachfragen in der Öffentlichkeit gekommen war
  • 24.11.2022: Auf der Gemeindeversammlung der Evangelischen Domgemeinde stand unter anderem das Glockenprojekt auf der Agenda. Es wurden Fragen zum Glockenprojekt im allgemeinen und zur AMEMUS im besonderen gestellt und von den Vorstandsmitgliedern Martin Groß und Johannes Sattler beantwortet.
  • 29.11.2022: Auf der 18. Sitzung des Domglockenfachbeirates wurden die Güsse von AMEMUS und BENEDICAMUS resümiert und positiv bewertet. Die Ausrüstung der neuen Glocken und der reparierten DOMINICA mit Klöppel und Joch wurden thematisiert und über den Ausbau des Nordturms diskutiert. Um für die weiteren Berechnungen von ProBell die Datenlage zu verbessern, wird ein weiteres Schwingungsgutachten für die Domtürme empfohlen.
  • 07.12.2022: Der Verein ist wieder auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt präsent, um für das Projekt zu werben.

2023

  • 10.01.2023: Auf einer Gala werden die „Magdeburger des Jahres 2022“ gekürt. Der Verein wird 8. Sieger.
  • 14.02.2023: im Vorfeld des Glockengusses am 24.02.2023 fand eine Sitzung des Domglockenfachbeirates statt. Es wurde über die weiteren Schritte nach dem Guss (Prüfung, Transport, Aufstellung) gesprochen und Verantwortlichkeiten und Termine festgelegt. Die Kostenangebote für Statik im Nordturm und Schwingungsgutachten wurden befürwortet und an den Vereinsvorstand verwiesen.
  • 24.02.2023: In der Glockengießerei Bachert fand der Guss von CANTEMUS, QUERAMUR, DUBITEMUS, RESISTAMUS und SPEREMUS statt. Etwa 20 Vereinsmitglieder und Spender konnten das Ereignis vor Ort verfolgen. Es wurde noch 3 Glocken anderer Gemeinden gegossen. Die „Volksstimme“ berichtete tags darauf über das Ereignis.
  • 16.03.2023: Prüfung der 5 Glocken durch die Sachverständigen Schulz und Philipp. Dabei stellte sich heraus, dass der Ton der SPEREMUS zu tief war, so dass sie nicht ins Geläute passen würde. Ein Neuguss wurde empfohlen.
  • 31.03.2023: Fünf neue Glocken (CANTEMUS, BENEDICAMUS, QUERMUR, DUBITEMUS und RESISTAMUS) wurden angeliefert und im Dom aufgestellt.
  • 10.04.2023 (Ostermontag): Die 5 neuen Glocken werden in einer Feierstunde unter großer Anteilnahme des Publikums (ca. 500 Personen) und Prominenz aus Bund, Land und Landeshauptstadt im Dom präsentiert und zum Klingen gebracht.
  • 23.04.2023: Im Zusammenhang mit dem „Magdeburger des Jahres 2022“ nehmen 3 Vorstandsmitglieder als Ehrengäste an einem Heimspiel des SCM (Handball) teil.
  • 26.05.2023: Es fand die 5. Mitgliederversammlung statt. Im Vorfeld war eine Spendertafel für die AMEMUS im Aufgang des Nordturmes enthüllt worden. Sie erinnert an die Förderung durch Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse MagdeBurg.
  • 26.05.2023: Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand im Domgarten ein Frühlingsfest zum 5-jährigen Bestehen des Vereins statt. Es war ein gemütliches Beisammensein bei schönstem Frühlingswetter und gutem Essen und Trinken.
  • 13.06.2023: Auf der 20. Sitzung des Domglockenfachbeirates wurde über den bevorstehenden Guss der SPEREMUS (23.06.) gesprochen. Außerdem stellte der Verein sein geändertes Konzept der Rückseite (revers) der CREDAMUS vor. Es sollen dort 9 „verlorene“ Kirchen Magdeburgs als Relief dargestellt werden. Ein erster Entwurf von Gert Weber wurde vorgestellt und von dem Gremium befürwortet.
  • 16.06.2023: Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) weihen die „Zukunftsbahn“ ein. Auf und in dieser Straßenbahn werben Magdeburger Vereine für ihr Anliegen. Der Domglockenverein ist mit dabei.
  • 23.06.2023: Beim Wiederholungs-Guss der SPEREMUS in der Glockengießerei Bachert waren einige Vereinsmitglieder vertreten. An diesem Tag wurden insgesamt 8 Glocken gegossen.
  • 01.08.2023: Prof. Kuhlmann aus Herzogenrath nahm  weitere Messungen an Glocken und Türmen vor, um die Schwingungsbelastung genauer einschätzen zu können.
  • 02.08.2023: Nachdem die SPEREMUS die Prüfung durch die Glockensachvertändigen bestanden hatte, wurde sie heute angeliefert. Der Transport war pünktlich und die Glocke bald an ihrem Platz am Ende der Reihe.
  • 10.08.2023: Der Film von Prof. Lampe aus Halle/Saale über den Guss und die Präsentation der AMEMUS hatte heute seine „Weltpremiere“. Zur Aufführung im traditionsreichen OLI-Kino in Magdeburg-Stadtfeld waren etwa 200 Interessierte erschienen. Nach der Filmvorführung war noch Gelegenheit, mit den Machern des Filmes und dem Künstler Gert Weber einen Meinungsaustausch zu führen.
  • 27.08.2023: Nach dem Gottesdienst zum Schuljahresbeginn wurde die SPEREMUS im Dom der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei hatten die Schulanfänger und andere Kinder die Gelegenheit durch Anschlagen der Glocken eine Melodie zu spielen.
  • 19.09.2023: Die Tischlerei Linke in Magdeburg erhält den Auftrag, ein 1:1-Modell der CREDAMUS aus Holz zu bauen, dass den Dombesuchern die wahren Ausmaße der Glocke vor Augen führen soll. Dazu wird eine Papierschablone im gleichen Maßstab übergeben, die das Vorstandsmitglied Johannes Sattler angefertigt hat.
  • 17.10.2023: Die Tischlerei Linke stellt das fertige Modell im Dom auf. Die „Volksstimme“ berichtet am nächsten Tag ausführlich.
Untersetzung des Projektes in einzelne Abschnitte

Reparatur der DOMINICA

Für die Reparatur der DOMINICA gibt es ein gültiges Kostenangebot der Glockenschweißerei Lachenmeyer/Nördlingen über ca. 22.000,– € (brutto). Auch für die nötigen Steinmetzarbeiten (ca. 10.500,– €) und den Transport und die Aufstellung der reparierten Glocke (ca. 10.000,–) liegen Kostenangebote vor. Die Kosten für die fachliche Begleitung dieser Arbeiten liegen bei etwa 4.500,– €. Da der Verein aus Spenden bereits über die Mittel  für die Glockenreparatur verfügte, um diese Kosten übernehmen zu können, und die Bau- und Transportkosten durch die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt ubernommen wurden, ist dieser 1. Abschnitt des Projektes mit dem Ausbau der Glocke aus dem Turm und der Verladung und dem Transport nach Nördlingen am 05.06.2019 in die Tat umgesetzt worden. Die reparierte Glocke wurde am 25.09.2019 in Nördlingen geprüft, am 30.09.2019 in den Dom gebracht und schon zum Erntedankfest am 06.10.2019 wieder im Dom präsentiert.

Fertigstellung der Glockenanlage des Nordturmes

Im Nordturm werden 4 der 12 Glocken des Domgeläutes hängen

Es sind dies:

  • OSANNA (von 1702)
  • g0-Glocke AMEMUS (gegossen am 02.09.2022)
  • APOSTOLICA (von 1690)
  • DOMINICA (von 1575, repariert 2019)

Zusätzlich zum vorhandenen Glockenstuhl wird ein weiterer auf einer darüber liegenden Glockenstuhlebene installiert. Die untere Ebene nimmt die OSANNA und die neu zu gießende g0-Glocke (AMEMUS) auf. Die obere Ebene wird mit APOSTOLICA und der reparierten DOMINICA bestückt. Es ist geplant, diese Arbeiten bis Ende 2023 abzuschließen. Das Büro sußmann+sußmann, architekten + ingenieure übernimmt die Planungs- und Konstruktionsarbeiten, die im Domglockenfachbeirat bereits konkretisiert wurden. So wird die einzuziehende Zwischenebene der Glockenkammer schalldurchlässig konzipiert werden, damit ein größeres Raumvolumen für die Klangentfaltung zur Verfügung steht. Die neuen Glockenstühle sollen aus denkmalrechtlichen Gesichtspunkten wie die vorhandenen als Holz-Konstruktion ausgeführt werden. Die baulichen Arbeiten werden durch das Büro sußmann+sußmann, architekten + ingenieure ausgeschrieben und die Bauausführung durch dieses Büro überwacht. Für Baumaßnahmen übernimmt die Eigentümerin des Domes, die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, die Kosten.

Ausbau des Südturmes

Der dritte Abschnitt des Projektes umfasst den Ausbau des Südturmes. Dort gibt es zurzeit nur planerische Arbeiten. So müsste der vorhandene Fahrstuhl bis auf Höhe des Steinmetzbodens zurück gebaut werden. Es müssen zwei Glockenstuhl-Ebenen eingezogen werden, von denen die untere die 14-Tonnen-d0-Glocke (CREDAMUS) aufnehmen soll. Die obere Ebene soll nach den bisherigen Planungen als Ring ausgebildet werden, damit, wie unter dem Punkt „Fertigstellung der Glockenanlage des Nordturmes“ bereits erläutert, die Schalldurchlässigkeit gegeben ist, und die sechs kleineren Glocken (d‘-CANTEMUS, e‘-BENEDICAMUS, f#‘-QUERAMUR, g‘-DUBITEMUS,
a‘-RESISTAMUS, h‘-SPEREMUS) aufnehmen. Die konkrete Ausführung der Konstruktion – ob als Beton- oder Holzkonstruktion – wird noch mit den damit befassten Fachleuten abzuklären sein.

Für den Abschluss dieser Arbeiten hat sich der Verein als Ziel das Jahr 2025 gesetzt.

Das Projekt als Ganzes erachtet der Verein als sehr ambitioniert und nur in Zusammenarbeit mit der Eigentümerin des Domes (Kulturstiftung Sachsen-Anhalt) und der Hauptnutzerin (Evangelische Domgemeinde) als realisierbar. Dazu gilt es, Fördermittel einzuwerben und das Bürgerschaftliche Engagement der Magdeburger und aller Freunde des Magdeburger Domes zu nutzen.

Sämtliche Details zum Projekt

CREDAMUS
( …lasst uns GLAUBEN)

Fürchte Dich nicht, glaube nur!
Markus-Evangelium Kap. 5, V. 36

Guss (geplant):   2025
Gießer/Firma: noch nicht bekannt

geschätzte Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: ca. 505.492,00 €
davon Klöppel: ca. 18.000 €
Spendensumme per 27.05.2024: 149.609,70 €
es fehlen: 355.882,30 €

Gewicht: 14.000 kg
Durchmesser: ca. 2.830 mm
Ton: d0+6

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf: Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

OSANNA ( …lasst uns LOBEN)

gegossen: 1702
Gießer/Firma: Johannes Jacobi, Berlin

Gewicht: 8.800 kg
Ton: e0+6

im Glockenstuhl des Nordturms

AMEMUS ( …lasst uns LIEBEN)

…aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
1. Brief des Paulus an die Korinther Kap. 13, V. 13

gegossen: 2. September 2022
Gießer/Firma: Glockengießerei Bachert, Neunkirchen

Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: 231.625,94 €
davon Klöppel: ca. 4.940 €
Spenden- und Fördersumme per 27.05.2024: 164.724,00 €
dazu 5.000 € für Klöppel
es fehlen: 61.901,94 € (vorgeschossen aus freien Mitteln)

Gewicht: 6.525 kg
Durchmesser: 2.147 mm
Ton: g0+6

Gefördert durch

 

 

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf:  Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

APOSTOLICA (…lasst uns VERGEBEN)

gegossen: 1690
Gießer/Firma: Jacob Wenzel, Magdeburg

Gewicht: 4.980 kg
Ton: b0+5

Im Glockenstuhl des Nordturms

DOMINICA (…lasst uns HINSCHAUEN)

gegossen: 1575
Gießer/Firma: Eckehart Kucher, Erfurt

Kosten (brutto):
Reparatur und Präsentation im Dom: 23.328,76 €
Diese Kosten hat der Verein voll aus Spenden bezahlt
Klöppel: ca. 3.090 €
Spendensumme per 31.12.2023: 3.150 €
(davon 3.090 € für den Klöppel)
(voll finanziert)

Gewicht: 2.362 kg
Ton: h0+8

Im Nordseitenschiff des Domes

CANTEMUS ( …lasst uns SINGEN)

Singet dem HERRN ein neues Lied.
Psalm 96, V. 1

gegossen am 24. Februar 2023
Gießer/Firma: Glockengießerei Bachert, Neunkirchen

Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: 58.704,41 €
davon Klöppel: ca. 1.970 €
Spendensumme per 27.05.2024: 32.300,32 €
davon 2.500 € für den Klöppel
es fehlen: 26.404,09 € (vorgeschossen aus freien Mitteln)

Gewicht: 1.764 kg
Durchmesser: ca. 1.393 mm
Ton: d‘+8

Der Guss dieser Glocke wird unterstützt durch den

 

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf: Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

8BENEDICAMUS ( …lasst uns SEGNEN)

Segnet, die euch verfluchen
Lukas-Evangelium Kap. 6, V.28

gegossen; 7. Oktober 2022
Gießer/Firma: Glockengießerei Bachert, Neunkirchen

Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: 45.496,22 €
davon Klöppel: ca. 1.510 €
Spendensumme per 27.05.2024: 45.496,22 €,
incl. 1.510 € für Klöppel
(voll finanziert)

Gewicht: 1.280 kg
Durchmesser: ca. 1.243 mm
Ton: e‘+8

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf: Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

QUERAMUR ( …lasst uns KLAGEN)

Du hast meine Klage verwandelt in einen Reigen
Psalm 30, V. 12

gegossen am 24.02.2023
Gießer/Firma: Glockengießerei Bachert, Neunkirchen

Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: 34.037,23 €
davon Klöppel: ca. 1.070 €
Spendenzusage für Klöppel liegt vor.
Spendensumme per 27.05.2024: 34.037,23 €
(voll finanziert)

Gewicht: 910 kg
Durchmesser: ca. 1.146 mm
Ton: fis‘

gefördert durch die Magdeburger Serviceclubs

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf: Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

DUBITEMUS ( …lasst uns ZWEIFELN)

Warum hast du gezweifelt?
Matthäus-Evangelium Kap. 14, V. 31

gegossen am 24.02.2023
Gießer/Firma: Glockengießerei Bachert, Neunkirchen

Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: 30.283,26 €
davon Klöppel: ca. 952 €
Spendensumme per 27.05.2024: 31.984,55 €
davon 1.500 € für den Klöppel
(voll finanziert)

Gewicht: 820 kg
Durchmesser: ca. 1.102 mm
Ton: g‘

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf: Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

RESISTAMUS ( …lasst uns WIDERSTEHEN)

Widerstehet, fest im Glauben
1. Petrusbrief Kap. 5, V. 9

gegossen am 24.02.2023
Gießer/Firma: Glockengießerei Bachert, Neunkirchen

Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: 24.817,08 €
davon Klöppel: ca. 654 €
Spendensumme per 27.05.2024: 26.675,00 €
(voll finanziert)

Gewicht: 580 kg
Durchmesser: ca. 979 mm
Ton: a‘

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf: Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

SPEREMUS ( …lasst uns HOFFEN)

Auf IHN hofft mein Herz
Psalm 28, V. 7

gegossen am 23.06.2023
Gießer/Firma: Glockengießerei Bachert, Neunkirchen

Kosten (brutto):
Guss incl. Glockenzier: 20.348,70 €
davon Klöppel: ca. 500 €
Spendenzusage für Klöppel und Joch liegt vor!
Spendensumme per 27.05.2024: 20.435,00 €
(voll finanziert)

Gewicht: 440 kg
Durchmesser: ca. 887 mm
Ton: h‘

Glockenvorderseite (avers)
Entwurf: Gert Weber
Glockenrückseite (revers)

ORATE ( … lasst uns BETEN)

gegossen: im 13. Jh.
Gießer/Firma: unbekannt

Gewicht: ca. 200 kg
Ton: e‘‘+1

Im Dachreiter über der Vierung

Glockenrückseiten (revers)

Die Rückseiten (revers) aller acht neuen Glocken sind einheitlich gestaltet und unterscheiden sich nur durch die Bibelstellen auf der Glockenhaube. Das betont die geforderte „Geschwisterlichkeit“ der Glocken. Als Zierelement verwendet der Künstler eine Kopie der wenigen überlieferten Abbildungen des im Jahre 1207 durch einen Brand zerstörten „ottonischen“ Vorgängerbaues. Das Original ist auf der Grabplatte Friedrichs von Wettin (siehe Abb. links) zu finden, der von 1142 bis 1152 Erzbischof war. Die Grabplatte befindet sich im Chorumgang des Magdeburger Domes. Mit diesem „Kniff“ schlägt Gert Weber einen Bogen zur über 1000 jährigen Geschichte des Domes und des Erzbistums und holt sie in die Gegenwart. Die Grabplatte Friedrichs von Wettin ist auch wie die seines Nachfolgers, Erzbischof Wichmann von Seeburg,  ein „großartiges künstlerisches und handwerkliches Zeugnis einer Gießerkunst in Magdeburg, die weit über die Grenzen der Stadt bekannt war“: (aus: Michael Sußmnn „der Dom zu Magdeburg, Kunstverlag Peda – Passau 2002).
Auch das Zierfries auf dem Glockenwolm ist ein Zitat und findet sich auf dem Gewand Friedrichs von Wettin.

Domglocken Magdeburg e.V.

Geschäftsstelle:
Am Dom 1
39104 Magdeburg

Hier treten Sie mit uns in Kontakt