Das Projekt

 

Glockenguss

Glockenname, Glockensprüche

Andere glockenprojekte

Die Sanierung des Domgeläuts zu Magdeburg

Das Domgeläut soll wegen seiner besonderen Bedeutung wieder mit 12 Glocken ausgestattet sein. Dazu müssen die nur noch 4 vorhandenen Glocken durch 8 neue Glocken ergänzt werden. Nur so erhält der Magdeburger Dom wieder ein vollwertiges Kathedralgeläut, wie es jede Kathedrale selbstverständlich besitzt, die der Bedeutung des Magdeburger Doms entspricht.

Projektbeschreibung

Ergänzung und Sanierung des Magdeburger Domgeläutes

Einführung

Der Magdeburger Dom St. Mauritius und Katharina ist die erste und damit älteste und bedeutendste gotische Kathedrale Deutschlands. Sie ist die Grablege des ersten Kaisers des Römischen Reiches Deutscher Nation, Otto I. (des Großen) und seiner ersten Gemahlin, Königin Aedgith (Editha) von Wessex. In ottonischer Zeit bestand hier eine Doppelkirchenanlage mit einer Südkirche im Bereich des heutigen Domes und einer Nordkirche im Bereich des benachbarten Domplatzes. Der Bau des gotischen Domes wurde 1207 oder 1209 – nachdem der südliche Vorgängerbau am Karfreitag des Jahres 1207 abgebrannt war – begonnen, im Jahre 1363 geweiht und 1520 mit der Vollendung des Westwerkes – einschließlich der beiden über 100 m hohen Türme – vollendet. Damit ist der Magdeburger Dom eine der ganz wenigen gotischen Kathedralen auf deutschem Boden, die noch im Mittelalter fertiggestellt wurden und stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar.

Beschreibung des Ist-Zustandes des Domgeläutes

Das Geläute des Magdeburger Domes besteht zurzeit aus 4 (vier) Glocken, von denen 3 im Nordturm hängen. Der Südturm des Domes trägt seit Jahrhunderten keine Glocken.

  • „Osanna“ (Susanne): gegossen 1702 durch Johannes Jacobi, Berlin. Sie wiegt ca. 8.800 kg und hat den Schlagton e0+6
  • „Apostolica“: gegossen 1690 durch Jacob Wenzel, Magdeburg. Sie wiegt ca. 4980 kg und hat den Schlagton b0+5
  • „Dominica“: gegossen 1575 durch Eckehart Kucher, Erfurt. Sie wiegt ca. 2.600 kg und hat den Schlagton h0+6. Die „Dominica“ kann seit über 12 Jahren nicht geläutet werden, da mehrere Kronenhenkel, die das Gewicht der Glocke tragen, abgebrochen sind. Außerdem ist sie ausgeschlagen und hat einen zu schweren Klöppel.
  • „Orate“: gegossen im 13. Jahrhundert (Beginn des Dom-Neubaus) durch einen nicht namentlich bekannten Glockengießer. Sie wiegt ca. 200 kg, hat den Schlagton e‘‘+1 und hängt im Dachreiter auf der Vierung
    Dazu existiert noch die „Schelle“. Sie ist starr im „Oktogon“ des Nordturmes aufgehängt und dient als „Viertelstunden-Glocke“ der Domuhr.
Beschreibung des Soll-Zustandes des Domgeläutes

Das Domgeläute soll wegen seiner besonderen Bedeutung wieder mit 12 (läutbaren) Glocken ausgestattet sein. Dazu müssen die unter dem Ist-Zustand beschriebenen Glocken durch 8 neue Glocken ergänzt werden. Außerdem muß die „Dominica“ repariert werden, damit sie wieder geläutet werden kann. Nur so erhält der Magdeburger Dom wieder ein vollwertiges Kathedralgeläut, wie es jede Kathedrale selbstverständlich besitzt, die der Bedeutung des Magdeburger Domes entspricht. Die untenstehende Zusammenstellung der neu zu gießenden Glocken wurde in enger Abstimmung mit dem Glockensachverständigen der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM), Herrn Christoph Schulz, erarbeitet:

  • Glocke I: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 14.000 kg, Schlagton d0, Kosten ohne Glockenzier ca. 357.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert, Mannheim von 2019)
  • Glocke III: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 5.800 kg, Schlagton g0, Kosten ohne Glockenzier ca. 143.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert, Mannheim von 2019)
  • Glocke VI: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 1.720 kg, Schlagton d‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 32.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert von 2019)
  • Glocke VII: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 1.300 kg, Schlagton e‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 27.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert von 2019)
  • Glocke VIII: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 910 kg, Schlagton f‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 20.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert von 2019)
  • Glocke IX: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 820 kg, Schlagton g‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 19.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert von 2019)
  • Glocke X: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 580 kg, Schlagton a‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 13.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert von 2019)
  • Glocke XI: Glockengießerei noch offen, Gewicht ca. 440kg, Schlagton h‘, Kosten ohne Glockenzier ca. 11.000,– € (Angebot Glockengießerei Bachert von 2019)

Die Glocke I wäre nach der Petersglocke des Kölner Doms („Dicker Pitter“, Schlagton c0, 24.000 kg) die zweitgrößte läutbare Glocke Deutschlands und die einzige mit dem Schlagton d0. Die ehemals in Deutschland in Görlitz und Berlin vorhandenen d0-Glocken sind im 2. Weltkrieg verloren gegangen

Bisherige Aktivitäten für das Projekt

2015

  • 23.02.2015: Auf Bitte von Dr. Mathias Reuner und Martin Groß berät der Glockensachverständige der Evangelischen Kirche Mitteldeuschtlands (EKM), Christoph Schulz, über die Idee, konkret eine Generalsanierung des Magdeburger Domgeläutes in Angriff zu nehmen.

2016

  • 15.03.2016: 1. Expertensitzung mit Christoph Schulz, Andreas Huth (Gebietskonservator, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt), Carsten Sußmann, (sußmann+sußmann, architekten + ingenieure) Als Gäste nehmen teil: Dr. Mathias Reuner und Martin Groß.
  • 30.03.2016: 2. Expertensitzung mit Christoph Schulz, Andreas Philipp (Glockensachverständiger der Ev. Landeskirche von Hannover), Giselher Quast (Domprediger) und wiederum als Gäste Dr. Mathias Reuner und Martin Groß
  • 26.04.2016: 3. Expertensitzung mit Dr. Mathias Köhler, Gebietsreferent Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie und Mitglied im Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen, Andreas Huth, Gebietskonservator, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Ralf Lindemann, Baudirektor der Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt, Christoph Schulz, EKM-Glockensachverständiger, Carsten Sußmann (sußmann + sußmann, architekten und ingenieure) und als beauftragter Vertreter der Domgemeinde für die „Initiative Generalsanierung Domgeläut Magdeburg“ Martin Groß. Herr Schulz legt schriftlich seine abgestimmten Vorschläge für ein Domglockengeneralsanierungsprojekt vor, in dem die wesentlichen Notwendigkeiten umrissen werden, die auch die groben Kosten für die neu zu beschaffenden Glocken beinhaltet. Darüber hinaus hat Herr Schulz bei der Glockengießerei Lauchhammer (Kunstguss Lauchhammer GmbH) für die 6 weiteren neu zu gießenden Glocken Grobschätzungen abgefordert (siehe Soll-Zustand)
  • Im Jahr 2016 rief der damalige Domprediger Giselher Quast anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand zu Spenden für die Reparatur der „Dominica“ auf.

2017

  • 29. und 30.04.2017: Messung der Turmschwingungsverhältnisse durch die Spezialfirma Dr. Beirow und Partner. Die dafür anfallenden Kosten von 8.200 € wurden partiell durch die Domgemeinde, den Domförderverein sowie im Hauptanteil durch M. Groß privat übernommen. Am 12.06.2017 wurde das entsprechende Gutachten übergeben.
  • 12.09.2017: Durchführung einer erforderlichen Zusatzmessung im Auftrag Kulturstiftung Sachsen-Anhalt (ehemals Stiftung „Dome und Schlösser“), die auch die Finanzierung übernahm. Das entsprechende Gutachten wurde am 28.09.2017 übergeben.
  • 12.09.2017: 4. Expertensitzung. Besprechung der Ergebnisse aus den durchgeführten zwei Schwingungsmessungen der Firma Dr. Beirow. An dieser Sitzung nahmen Herr Dr. Beirow; Herr Kunze, Herr Dr. Köhler; Herr Lindemann; Herrn Schulz; Frau Steller (Leiterin des Baureferates der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt); Herr Carsten Sußmann und Herr Klotsch sowie als Gast, Martin Groß, i.A. der Ev. Domgemeinde teil. Es wurde folgender Beschluss gefasst: In Abänderung des Glockenprojektentwurfes werden für bestimmte Glockenumplatzierungen die schwingungsdynamischen Auswirkungen auf die Domtürme bis Anfang Oktober erneut berechnet (Finanzierung durch die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, ehem. Stiftung Dome und Schlösser).
  • Im Jahre 2017 wurden Spendenmittel von Privatpersonen eingeworben und Werbemaßnahmen im Dom getätigt. Außerdem wurde die Domgemeinde in die Aktivitäten einbezogen.

2018

  • 10.03.2018: Gründungsversammlung des Vereins Domglocken Magdeburg e.V.
  • 17.04.2018: Eintragung der Vereins ins Vereinsregister (VR 5102)
  • 10.07.2018: Auslieferung der Vereinsbriefmarken für die „Biber-Post“
  • 08.08.2018: Eröffnung des Vereinskontos bei der Deutschen Bank
  • 13.09.2018: Übergabe des Werbeaufsteller im Dom mit Spendenglocke
  • 07.10.2018: Öffentliche Präsentation des neuen Vereinsflyers und des Werbeaufstellers im Erntedank-Gottesdienst
  • 07.11.2018: Konstituierung des „Domglockenfachbeirates Magdeburg“

2019

  • 22.01.2019: Treffen des Vereinsvorstandes mit dem Generaldirektor der „Kulturstiftung Sachsen-Anhalt“
  • 25.01.2019: Treffen des Vorstandes mit Frau Katrin Budde, der Vorsitzenden des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages, mit anschließender Besichtigung der ‚Dominica‘
  • 02.03.2019: Auf dem Ball der Magedeburger Service-Clubs wurde eine 10.000-Euro-Spende  für die Glocke VIII an den Verein übergeben
  • 13.03.2019: 1. Ordentliche Mitgliederversammlung
  • 29.03.2019: Übergabe einer 6.000-Euro-Spende für die Glocke X an den Verein
  • 24.04.2019: Vereinbarung einer Zusammenarbeit mit dem Puppentheater Magdeburg, Übernahme eines Carillons mit 12 Glocken aus dem Theaterfundus zu Werbezwecken.
  • 20.05.2019: der Verein hat die ersten 100 Mitglieder
  • 05.06.2019: Herabnahme der ‚Dominica‘ vom Nordturm und Verladung. Transport zur Reparatur ins Glockenschweißwerk nach Nördlingen (Bayern)
  • 03.07.2019: Treffen des Vorstandes mit Herrn Geraldy von der Stadtsparkasse Magdeburg
  • 09.07.2019: Förderantrag bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung
  • 04.08.2019: Eröffnung eine 2. Vereinskontos bei der Stadtsparkasse Magdeburg
  • 16.09.2019: Workshop für die neue Website des Vereins
  • 25.09.2019: Prüfung der reparierten ‚Dominica‘ im Glockenschweißwerk Lachenmeyer durch den Glockensachverständigen der EKM.
    Drei Vorstandsmitglieder nahmen daran teil.
  • 26.09.2019: Layout und Herausgabe der Postkarte „444 Jahre ‚Dominica‘“ in einer Auflage von 2.500 Stück
  • 30.09.2019: Rücktransport der ‚Dominica‘ und Aufstellung im Domseitenschiff. Es wurde ein Traggerüst angefertigt (ca. 2.500 € aus der Vereinskasse), um die Glocke hängend -und damit anschlagbar- präsentieren zu können.
  • 05.10.2019: In einer Feierstunde im Dom wurde die reparierte ‚Dominica‘ der Öffentlichkeit präsentiert. Es wurde aus Schillers Glockengedicht rezitiert, Reden gehalten, in einer Glockenprüfung ‚light‘ wurde die Glocke vorgestellt und zum Klingen gebracht. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Dombläser. Die ‚Dominica‘ war in den Posaunenchoral „Nun danken wir dem Heiligen Geist“ mit ihrem Klang eingebunden
  • 06.10.2019: nach dem Erntedankgottesdienst wurde die Glocke vor der versammelten Gemeinde gesegnet
  • 15.10.2019: Bei einem Treffen mit dem „Industrieclub Magdeburg“ wurde unser Projekt dem städtischen Unternehmertum
    nahegebracht
  • 04.11.2019: zwei private Spender sicherten mit 2 Großspenden (4.000 und 7.200 €) die Finanzierung der Glocke XI samt Klöppel
  • 12.12.2019: Dom- und Glockenbesichtigung durch die SALEG. Daraufhin werden 750 € gespendet
  • 27.12.2019: Die MWG-Stiftung fördert die Herstellung des Klöppels der ‚Dominica‘ mit 500 €
    Im Jahre 2019 konnte die erste Etappe des Glockenprojektes, die Reparatur der ‚Dominica‘ in Angriff genommen und
    erfolgreich abgeschlossen werden. Der Verein investierte dafür 23.500 € aus Spendenmitteln. Es gingen 24 Spenden ein,
    deren Summe zwischen 1.000 und 10.000 € lagen

2020

  • 31.01.2020: unser Vereinsmitglied  Barbara Ackermann spendet 35.000 €
  • 24.02.2020: Besuch bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung zur Besprechung des Förderantrages
  • 12.03.2020: 2. Ordentliche Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl.
  • 12.03.2020: Start der neuen Vereins-Website
  • 12.03.2020: Nach der Mitgliederversammlung treffen sich Vorstand, Glockensachverständiger, Domprediger und Gemeindekirchenrat, um das weitere Verfahren der Namensgebung für die neuen Glocken zu besprechen. Die Domprediger werden beauftragt, bis zum Sommer Namenvorschläge vorzulegen
  • 18.03.2020: 1. Corona-Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt. Infolgedessen kann sich der Vorstand nur noch
    telefonisch austauschen.
  • 07.04.2020: Beim ‚Kommunalen Gebäudemanagement‘ werden Unterlagen vom Glockenstuhlbau der Johanniskirche eingesehen, um einen Eindruck von den zu erwartenden Kosten zu erhalten (bis zu 100.000 €)
  • 09.06.2020: Auf der ersten Sitzung des Domglockenfachbeirates nach der Corona-Pause stellen Domprediger Uhle-Wettler und Vikarin Kant ein Namenskonzept vor, das sehr originell und durchweg protestantisch angelegt ist. Auch das weitere Verfahren für die Glockenzier (Sprüche, Verzierung) wurde besprochen. Die Domprediger wurden gebeten, auf der Basis ihres Konzeptes Namen und Sprüche festzulegen, die wenn der GKR sie gebilligt hat während der Domfestspiele (September/Oktober) öffentlich bekanntgegeben werden sollten
  • 13.07.2020: Der GKR stimmt dem Namenskonzept und den vorgeschlagenen Namen für die Glocken einstimmig zu
  • 15. und 16.07.2020: Die Fa. Pro Bell nimmt Messungen an den historischen Glocken vor
  • 08.09.2020: Bei der Sitzung des Domglockenfachbeirates stellt Herr Sußmann erste Zahlen zu den Kosten des Umbaus des
    Nordturmes vor. Danach wird der Kostenrahmen auf 350.000 bis 500.000 € geschätzt. Davon fallen auf den eigentliche
    Glockenstuhlbau ca. 80.000 €, wobei eine scharfe Abgrenzung Baukosten/Glockenstuhl momentan nicht möglich ist. Die Auswertung
    der Messungen von Pro Bell ist dem Verein noch nicht zugegangen. Die Glockennamen und Bibelsprüche sollten am 29.09.2020 im Rahmen einer Pressekonferenz beim Landesbischof bekanntgegeben werden.
  • 20.09.2020: Der letzte „Orgelpunkt“ des Jahres fand mit finanzieller Unterstützung durch den Verein statt. Unter anderem wurde eine Orgelimprovisation über die und mit der „Susanne“ aufgeführt. Der Verein konnte durch einen Werbestand und persönlichen Kontakt
    zu den Besuchern sein Projekt weiter bekanntmachen. Am Rande des Konzerts wurde der PK-Termin zur Bekanntgabe der Glockennamen wegen Terminschwierigkeiten abgesagt. Ein Termin Ende Oktober wird ins Auge gefasst.
  • 06.10.2020: Auf der Vorstandssitzung wurde der Beschluss zur Beantragung von Fördermitteln für den Glockenstuhl-Neubau im Nordturm gefasst. Der Umfang beträgt 80.000 €. Die Eigenmittel in Höhe von 30% des Förderbetrages kann der Verein aufbringen. Die Idee des angedachten Vorab-Ankaufs von Glockenbronze wird wegen massiver Bedenken des Schatzmeisters nicht weiterverfolgt.
  • 14.10.2020: In einer durchgerechneten „Projektion“ wird der baldige Guss zweier oder dreier der kleineren Glocken angeregt. Zum
    einen, um die umfangreichen Geldmittel des Vereins zu reduzieren und zum anderen um ein Signal zu setzen, dass es trotz „Corona“
    mit dem Projekt weiter voran geht.
  • Bis jetzt sind Finanzierungszusagen für die Glocken VI, VIII, IX, X und XI beim Verein eingegangen. Für alle Glocken  sind schon Spenden auf dem Vereinskonto gebucht. Die Kosten für die Glocke XI wurden durch private Spender vollständig aufgebracht.
Untersetzung des Projektes in einzelne Abschnitte

Reparatur der Dominica

Für die Reparatur der „Dominica“ gibt es ein gültiges Kostenangebot der Glockenschweißerei Lachenmeyer/Nördlingen über ca. 22.000,– € (brutto). Auch für die nötigen Steinmetzarbeiten (ca. 10.500,– €) und den Transport und die Aufstellung der reparierten Glocke (ca. 10.000,–) liegen Kostenangebote vor. Die Kosten für die fachliche Begleitung dieser Arbeiten liegen bei etwa 4.500,– €. Da der Verein aus Spenden bereits über die Mittel verfügt, diese Kosten übernehmen zu können, ist dieser 1. Abschnitt des Projektes mit dem Ausbau der Glocke aus dem Turm und der Verladung und dem Transport nach Nördlingen am 05.06.2019 in die Tat umgesetzt worden. Die Glocke wurde am 25.09.2019 in Nördlingen geprüft, am 30.09.2019 in den Dom gebracht und schon zum Erntedankfest 2019 am 06.10. wieder im Dom präsentiert.

Fertigstellung der Glockenanlage des Nordturmes

Im Nordturm werden 4 der 12 Glocken des Domgeläutes hängen

Es sind dies:

  • „Osanna“ (von 1702)
  • g0-Glocke ( Neuguss)
  • „Apostolica“ (von 1690)
  • „Dominica“ (von 1575, repariert 2019)

Zusätzlich zum vorhandenen Glockenstuhl wird ein weiterer auf einer darüber liegenden Glockenstuhlebene installiert. Die untere Ebene nimmt die „Osanna“ und die neu zu gießende g0-Glocke auf. Die obere Ebene wird mit „Apostolica“ und der reparierten „Dominica“ bestückt. Es ist geplant, diese Arbeiten bis Ende 2022 abzuschließen. Das Büro sußmann+sußmann, architekten + ingenieure übernimmt die Planungs- und Konstruktionsarbeiten, die im Domglockenfachbeirat bereits konkretisiert wurden. So wird die einzuziehende Zwischenebene der Glockenkammer schalldurchlässig konzipiert werden, damit ein größeres Raumvolumen für die Klangentfaltung zur Verfügung steht. Die neuen Glockenstühle sollen aus denkmalrechtlichen Gesichtspunkten wie die vorhandenen als Holz-Konstruktion ausgeführt werden. Die baulichen Arbeiten werden durch das Büro sußmann+sußmann, architekten + ingenieure ausgeschrieben und die Bauausführung durch dieses Büro überwacht. Für Baumaßnahmen übernimmt die Eigentümerin des Domes, die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, die Kosten.

Ausbau des Südturmes

Der dritte Abschnitt des Projektes umfasst den Ausbau des Südturmes. Dort gibt es zurzeit nur planerische Arbeiten. So müsste der vorhandene Fahrstuhl bis auf Höhe des Steinmetzbodens zurück gebaut werden. Es müssen 2 Glockenstuhl-Ebenen eingezogen werden, von denen die untere die 14-Tonnen-d0-Glocke aufnehmen soll. Die obere Ebene soll nach den bisherigen Planungen als Ring ausgebildet werden, damit, wie unter dem Punkt „Fertigstellung der Glockenanlage des Nordturmes“ bereits erläutert, die Schalldurchlässigkeit gegeben ist, und die sechs kleineren Glocken (d‘, e‘, f#‘, g‘, a‘, h‘) aufnehmen. Die konkrete Ausführung der Konstruktion – ob als Beton- oder Holzkonstruktion wird noch mit den damit befassten Fachleuten abzuklären sein.

Für den Abschluss dieser Arbeiten hat sich der Verein als Ziel das Jahr 2025 gesetzt.

Das Projekt als Ganzes erachtet der Verein als sehr ambitioniert und nur in Zusammenarbeit mit der Eigentümerin des Domes (Kulturstiftung Sachsen-Anhalt) und dem Hauptnutzer (Evangelische Domgemeinde) als realisierbar. Dazu gilt es, Fördermittel einzuwerben und das Bürgerschaftliche Engagement der Magdeburger und aller Freunde des Magdeburger Domes zu nutzen.

Das heutige unvollständige Domgeläut

Das restaurierte Domgeläut der Zukunft

visualisiert von:
sußmann+ sußmann, architekten+ingenieure magdeburg
www.sussmann.biz

Gesamtüberblick zum Projekt

Nr. I

bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 357.000 €
Klöppel: ca. 12.600 €

Gewicht: 14.000 kg
Ton: d0+6

Nr. II
„Susanne“ (Osanna)

Ist + Soll: 1702
Gießer/Firma: Johannes Jacobi, Berlin

Gewicht: 8.800 kg
Ton: e0+6

Nr. III
bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 142.800 €
Klöppel: ca. 4.940 €

Gewicht: 5.800 kg
Ton: g0+6

Nr. IV
„Apostolica“

Ist + Soll: 1960
Gießer/Firma: Jacob Wenzel, Magdeburg

Gewicht: 4.980 kg
Ton: b0+5

Nr. V
„Dominica“

Ist + Soll: 1575
Gießer/Firma: Eckehart Kucher, Erfurt

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: Reparatur 21,115,36 €
Klöppel: ca. 2.700 €

Gewicht: 2.362 kg
Ton: h0+8

Nr. VI
bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 32.130 €
Klöppel: ca. 1.970 €

Gewicht: 1.720 kg
Ton: d‘

Nr. VII
bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 27.370 €
Klöppel: ca. 1.510 €

Gewicht: 1.300 kg
Ton: e‘

Nr. VIII
bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 20.230 €
Klöppel: ca. 1.070 €

Gewicht: 910 kg
Ton: f#‘

Nr. IX
bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 19.040 €
Klöppel: ca. 950 €

Gewicht: 820 kg
Ton: g‘

Nr. X
bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 13.090 €
Klöppel: ca. 650 €

Gewicht: 580 kg
Ton: a‘

Nr. XI
bisher ohne Namen

Ist + Soll: neu geplant
Gießer/Firma: noch offen

geschätzte Kosten (brutto):
Guss ohne Glockenzier: ca. 10.710 €
Klöppel: ca. 500 €

Gewicht: 440 kg
Ton: h‘

Nr. XII
„Orate“

Ist + Soll: 13. Jh.
Gießer/Firma: unbekannt

Gewicht: ca. 200 kg
Ton: e‘‘+1

Domglocken Magdeburg e.V.

Geschäftsstelle:
Am Dom 1
39104 Magdeburg

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