Er war wieder ein voller Erfolg! Am 13. Juni von 11:00 bis 16:00 Uhr fanden sich auch in diesem Jahr viele interessierte Kulturfreunde im Dom ein. Zum ersten Mal war uns jedoch das Wetter nicht so gut gesonnen, wie sonst. Es war sehr windig und regnete nachmittags auch sehr stark.
Die CREDAMUS im Domgarten wurde natürlich intensiv begutachtet und zum Erklingen gebracht. Vermutlich fragten sich viele Besucher, wie diese 15 Tonnen schwere Glocke erst mit dem für sie noch zu schmiedenden Klöppel aus großer Höhe im Domturm dann über die ganze Stadt klingen wird, da nun nur ein provisorischer Klöppel zur Verfügung steht und der schon jetzt wunderbare Klang noch im Domgarten gefangen ist.
Um zu sehen, wo die CREDAMUS und ihre Schwestern künftig hängen und klingen werden, fanden Turmbesichtigungen statt.
Die schon aus den Vorjahren bekannten Aktivitäten wurden wieder bestens angenommen. So wurden die Kinder zum Malen und Basteln angeregt und konnten ihre Kunstwerke unter fachkundiger Anleitung selbstständig erstellen. Die 4 Aufführungen des Handglockenchores aus Gera fanden besten An-Klang, stets lauschten viele Besucher begeistert dem virtuosen Glockenspiel der 14 Musiker, die insgesamt mehr als 30 Glocken erklingen ließen. Intensiv wurde die Möglichkeit genutzt, unter Anleitung des Malers Ammar Assali selbst Bilder von der CREDAMUS zu malen und als Erinnerung mitzunehmen. Glasgestalterin Janette Ziegler, Modedesignerin Theresa Gorges und Märchenerzählerin Cèlis Bernez hatten Angebote für klein und groß. Familie Frommhagen beeindruckte mit ihrem 3-D-Drucker, der Glocken verschiedener Größen drucken kann. Von unserem Vereinsmitglied Stefan Pfeiffer wurden Bronzereste vom Guss der CREDAMUS auf selbst angefertigte Holzglocken geklebt und mit dem jeweiligen Millionstel-Gewichtsanteil der CREDAMUS ausgezeichnet. Durch das Spenden dieser 28 Erinnerungsglocken kamen ca. 500 € unserem Glockenprojekt zugute. Auch das Angebot von Bratwürsten, Kuchen, Kaffee und Getränken wurde wie in den Vorjahren zur Stärkung und zum Genuss wieder sehr gut angenommen. Hierdurch konnten ca. 700 € für den Verein „erwirtschaftet“ werden. Trotzdem bleibt aufgrund der Honorare für die Künstler ein finanzielles Defizit von ca. 1.000 €. Um dies zu reduzieren und die Joche, Klöppel und Läutemaschinen möglichst schnell weiterfinanzieren zu können, freut sich der Verein über jede noch so kleine Spende.
Jeder Beitrag hilft, die Glocken in die Höhe zu bringen!
Die Organisation und Finanzierung von Glockentagen ist immer eine große Herausforderung für uns. Da es weiterhin Glockentage geben soll, bitten wir um Ideen und Anregungen, damit wir für die Zukunft planen können. Mit welchen Angeboten an die Besucher könnten wir den Glockentag ggf. aufwerten. Vielleicht möchten Sie sich auch persönlich einbringen. Insofern wären wir sehr dankbar, wenn Sie diese Information auch an Ihre Freunde und Bekannten weiterleiten, um die Anzahl von Mitmachern und Mitgliedern zu erhöhen.
Ehrenamtliches Engagement bereichert ALLE und es lebt vom aktiven und passiven Mitwirken!
Fotos: Claudia Hartung